Feature Request – Native Let's Encrypt / ACME-Integration für automatisierte Zertifikatsrotation (90-Tage-Zyklen)
Beantragt wird die Implementierung einer nativen oder offiziell unterstützten Automatisierungsschnittstelle für das ACME-Protokoll (z. B. Let's Encrypt) zur automatischen Beantragung, Erneuerung und Bindung von SSL/TLS-Zertifikaten für den DriveLock Enterprise Service (DES) und das DriveLock Operations Center (DOC).
DriveLock sollte den Prozess durch eine integrierte Automatisierungslogik übernehmen, die im Hintergrund nahtlos mit ACME-Clients wie win-acme interagiert oder einen nativen ACME-Client in den DES integriert.
Eine robuste Umsetzung sollte folgende Kernfunktionen umfassen:
Zertifikats-Beantragung & Renewal-Triggering: Ein konfigurierbarer Job innerhalb der DriveLock-Konsole, der (ähnlich wie win-acme per Scheduled Task) rechtzeitig vor Ablauf (z. B. an Tag 60) die Erneuerung anstößt.
Unterstützung für DNS-01 und HTTP-01 Challenges:
Da DriveLock-Server oft intern (ohne public Inbound-Traffic auf Port 80) betrieben werden, ist die Unterstützung der DNS-01 Challenge essenziell. Die Integration von API-Hooks (z. B. für Cloudflare, AWS Route53, Infoblox) ermöglicht die Validierung interner Hostnamen.
Automatisches Service-Binding (Zero-Touch):
Der kritischste Schritt: Nach dem erfolgreichen Import des Zertifikats in den Windows Certificate Store (Local Machine > Personal) muss DriveLock das Zertifikat automatisch anhand des Thumbprints oder Subject Alternative Names (SAN) identifizieren und an die entsprechenden Ports (DES, DOC, IIS) binden.
Graceful Service Reload:
Ein automatisierter, unterbrechungsfreier Neustart oder Reload der betroffenen DriveLock-Dienste, um das neue Zertifikat ohne manuelles Eingreifen des Administrators aktiv zu schalten.
Alerting & Monitoring:
Native Events in der DriveLock-Datenbank, falls ein ACME-Renewal fehlschlägt. Dadurch können Administratoren proaktiv über das Control Center oder per E-Mail gewarnt werden, bevor das Zertifikat tatsächlich abläuft.
Native Integration (Bevorzugt): DriveLock implementiert eine C#-basierte ACME-Bibliothek (z. B. Certes) direkt in den DES. Die Konfiguration (Mailadresse für Let's Encrypt, Domain, Challenge-Typ) erfolgt zentral über eine Policy im DriveLock Control Center.
oder
Offizielles win-acme Plugin / Installations-Skript: DriveLock liefert ein offizielles PowerShell-Modul oder win-acme Post-Installation-Skript (.bat / .ps1) aus. win-acme erneuert das Zertifikat und ruft anschließend das DriveLock-Skript auf, welches das Re-Binding in der DriveLock-Konfiguration vornimmt und die Dienste neu startet.
Nutzen für DriveLock und Endkunden
Security-by-Default: Förderung von modernen Krypto-Standards mit kurzen Lebenszyklen (90 Tage) und perfect Forward Secrecy, ohne den Betriebsaufwand zu erhöhen.
Betriebssicherheit: Massive Reduktion von "Outages" durch vergessene Zertifikatswechsel.
Kostenreduktion: Kunden sparen sich den Erwerb kommerzieller SAN-Zertifikate sowie den personellen Aufwand für die manuelle Pflege.
Wettbewerbsvorteil: Eine "Zero-Touch"-Zertifikatsverwaltung ist ein starkes Verkaufsargument gegenüber Mitbewerbern im Endpoint-Security-Markt.